Humboldts Werk und die lateinamerikanische Kunst

07 Februar 2019 2:38pm
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Die internationale interdisziplinäre Plattform widmet sich dem wissenschaftlichen, intellektuellen und ästhetischen Erbe Alexander von Humboldts aus zeitgenössischer Perspektive. Eine Ausstellung im Kunstmuseum der Nationaluniversität eröffnet gemeinsam mit einer Sonderausgabe von Experimenta/Sur einen Raum des Dialogs zu großen Themenfeldern unserer Zeit wie Natur und Kosmos, Wissenschaft und Wissensnetzwerke, Kartographie und Kolonialismus.
 
Die von Halim Badawi kuratierte Ausstellung besteht aus thematischen Kapiteln, in denen Interventionen oder Installationen von ca. zehn zeitgenössischen kolumbianischen und lateinamerikanischen Kunstschaffenden einen transhistorischen Dialog mit Werken (Gemälden, Aquarellen) und Dokumenten (Manuskripten, Drucken) aus der Vergangenheit verfolgen.
 
Das Werk Humboldts, das traditionell von der Kunstgeschichtsschreibung wenig beachtet wurde, wird hier wieder aufgenommen, um Ästhetiken, vorherrschende Linien und überraschende Verbindungen in der lateinamerikanischen Kunst unserer Zeit zu zeigen. Damit soll das Erbe visueller, kartographischer, topographischer, geologischer und anthropologischer Tradition wieder sichtbar und interpretierbar gemacht werden. Die Ausstellung wird von einem historisch-akademischen Programm ergänzt, das zum Teil auf dem 2018 erschienenen mehrbändigen Werk "Humboldtiana neogranadina" von Alberto Gómez basiert.
 
Die künstlerische-akademische Plattform Experimenta/Sur, die unter künstlerischer Leitung von Mapa Teatro seit 2013 das Augenmerk auf neue interdisziplinäre Vorschläge im Rahmen eines erweiterten Theater- und Performancebegriffs legt, wird sich anlässlich des Jubiläums ebenfalls zentralen Ideen aus dem Werk Humboldts widmen und einen Teil der Ausstellung gestalten. Stipendien ermöglichen es jungen Künstlerinnen und Künstlern aus den von Humboldt zu Beginn des 19. Jahrhunderts bereisten Gegenden des Kontinents in diesem Rahmen thematisch zusammenzuarbeiten und der darstellenden Kunst in Lateinamerika auch im Austausch mit dem Publikum neue Impulse zu geben.

Quelle: www.goethe.de

 

 

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